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Beziehung & Vertrieb · 8 Min. Lesezeit

Die Account-Journey in sechs Schritten.

5–20 % der Kunden bringen 50–60 % des Umsatzes. Nur 35 % sind überhaupt profitabel. Die sechs Schritte, mit denen du den Hebel findest — und den Beziehungsplan im Buying Center baust.

Von Dominik Allgeier — Trainer & Coach bei Sarvon

„Nicht der Verkauf von Produkten steht im Mittelpunkt, sondern Ihr Beitrag zur Lösung zentraler, betrieblicher und unternehmerischer Probleme des Schlüsselkunden."

5–20 % der Kunden bringen 50–60 % des Umsatzes. Nur 35 % der Kunden bringen überhaupt Gewinn — trotzdem fliessen oft 60 % der Vertriebsausgaben in die unrentablen.

Der Hebel liegt in der Fokussierung. Die Account-Journey macht diese Fokussierung in sechs konkreten Schritten wiederholbar.

Schritt 01

Account-Auswahl

Vertriebsressourcen nach Potenzial bündeln — nicht jeder Kunde verdient die gleiche Aufmerksamkeit.

Schritt 02

Strategievergleich

Die Strategie des Kunden mit der eigenen vergleichen, Schnittmengen finden.

Schritt 03

Kernbotschaften

Aus den Schnittmengen prägnante, konsistente Botschaften formulieren.

Schritt 04

Stimme des Kunden

Wahrnehmung, Sprache und Entscheidungslogik des Kunden verstehen.

Schritt 05

Wertversprechen

Auf den Punkt bringen, warum der Kunde ausgerechnet bei dir kauft — mit vier Elementen: Behauptung, expliziter Kundenmehrwert, konkrete Realisierung, überzeugende Beispiele aus der Vergangenheit.

Schritt 06

Buying Center

Aufgaben, Rollen, Macht und Interessen aller Entscheider analysieren (Power-Interest-Matrix), daraus einen Beziehungsplan ableiten — wer kommuniziert mit wem, welche Kernbotschaften, welche Tabus.

Woran du merkst, ob es wirkt

Zwei Signale zeigen, ob die Account-Journey mehr als ein Papier ist: regelmässige Win-Loss-Analysen im Team — warum haben wir gewonnen, warum verloren? — und ein lebender Account-Plan, der diese Analysen inhaltlich zusammenfasst. Er ist der Gegenpol zum CRM: das bleibt kontaktorientiert, der Account-Plan bleibt strategisch.

„Im Vertrieb geht es nicht nur um neutrale Unternehmen, sondern immer auch um Menschen mit ihren Persönlichkeiten, Fähigkeiten, Interessen und Absichten."

Praxis-Einordnung

In ERP-Projekten sitzen im Buying Center oft vier verschiedene Interessen am selben Tisch — IT, Fachbereich, Einkauf, Geschäftsleitung. Wer das nicht sauber trennt, verhandelt mit dem Falschen über das Falsche.

Quellen: Standardwerke zum Key Account Management; Account-Management-Strategien im B2B-Vertrieb

Von der Theorie in die Praxis.

Genau diese Prinzipien üben wir im passenden Training an deinen echten Fällen — Inhouse, in kleinen Gruppen.

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