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Eskalation · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert am 23.07.2026

Reklamationen in fünf Phasen lösen.

Eine Beschwerde ist ein Anlass, Erwartungen und nächste Schritte zu klären. So führst du Reklamationsgespräche in fünf Phasen.

Von Dominik Allgeier – Gründer & Trainer von Sarvon

Viele Kunden wechseln nicht wegen des eigentlichen Problems, sondern weil sie sich mit ihrem Anliegen allein gelassen fühlen. Und auf jede ausgesprochene Beschwerde kommen mehrere, die niemand ausspricht. Wer reklamiert, ist bereit, eine Lösung zu finden – und ist damit quasi ein kostenloser Unternehmensberater.

Die fünf Phasen

01

Begrüssung

Den Ton setzen – sachlich, präsent, zugewandt.

02

Zuhören & Aggressionen abbauen

Dem Kunden Raum geben, Dampf abzulassen – ohne sich anstecken zu lassen. Bei Endlosrednern hilft eine geschlossene Frage, das Gesagte wiederholen und um kurze Rückbestätigung bitten. Bei schreienden Kunden still bleiben, nicht verteidigen – der Angriff gilt fast immer der Firma, nicht der Person.

03

Konflikt bereinigen

Trennen, was Sache ist und was Emotion.

04

Problem lösen

Konkrete Schritte vereinbaren – verbindlich und nachvollziehbar. Zwei-Lösungen-Technik: immer zwei Optionen präsentieren, die bevorzugte zuletzt und mit einem klaren Vorteil verbunden.

05

Abschluss

Beziehung stärken. Eine gut gelöste Reklamation ist ein Loyalitätsmotor.

Das 2-Stufen-Prinzip

Erstkontakt-Mitarbeitende brauchen Handlungsfreiheit für die meisten Fälle. Nur wirklich ungelöste Fälle eskalieren an ein zentrales Beschwerdemanagement – sonst wird aus jedem Ärger ein Verfahren.

Tempo zählt

Erste Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden – danach regelmässig informieren, auch ohne Neuigkeiten. Bei Grosskunden oder hohem Reklamationswert ein Follow-up-Gespräch am selben, spätestens am zweiten Tag. Schweigen wird als Desinteresse gelesen, nicht als Sorgfalt.

Einen verärgerten Kunden beruhigst du am schnellsten, indem du ehrlich Verständnis für seine Lage zeigst.

Praxis-Einordnung

Wer im Support als Erstes ans Telefon geht, muss die meisten Fälle selbst lösen dürfen – mit klar definiertem Spielraum, etwa für Gutschriften oder Sofort-Einsätze.

Quellen: Fachliteratur zur lösungsorientierten Reklamationsbearbeitung und zum Beschwerdemanagement

Von der Theorie in die Praxis.

Genau das übe ich im passenden Training an euren Fällen – inhouse, bei euch vor Ort, mit maximal 6 Teilnehmern.

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