Status ist keine Charaktereigenschaft. Es ist eine Haltung, die man wählt – und die man üben kann.
In Verhandlung und Führung ist Hochstatus oft der wirksamere Ausgangspunkt – entscheidend ist, dass du deinen Status bewusst wählst und wechseln kannst.
Die Als-ob-Technik
Sicherheits-Szenario
Sich vorstellen, das Projekt schon gewonnen zu haben.
Alternativ-Szenario
Sich vorstellen, mehrere gute Optionen zu haben.
Unmöglichkeits-Szenario
Sich vorstellen, man könnte aus strukturellen Gründen ohnehin nicht nachgeben.
Körpersprache im Hochstatus
Zurücklehnen statt vorbeugen, ruhige Gestik, langsame und tiefe Sprache, Präsenz zeigen statt sich klein machen.
Warnung: Zu viel Entspannung kippt. Sie kann als mangelnde Wertschätzung, Abweisung oder Arroganz wirken – Hochstatus ist Präsenz, nicht Gleichgültigkeit.
Wenn Hochstatus der falsche Einstieg ist
Szenario «Tief rein, Hoch im Kern, Tief raus»: Wenn ein Hochstatus-Einstieg das Gegenüber kränken würde, steige bewusst tief ein, wechsle nur bei deinen Kernpunkten kurz in den Hochstatus und höre danach wieder zu. Achte auf die Wendepunkte, an denen dir Raum gegeben wird – dort gehört der Hochstatus hin, sonst der Tiefstatus.
Der Schlüssel liegt in der Entspannung – von innen nach aussen. So bleibt man im Hochstatus.
Status, Körpersprache und die Als-ob-Technik übst du im Training souverän auftreten an Szenarien aus eurem Projektalltag.
Praxis-Einordnung
Quellen: Trainingsmaterial zu Status und Körpersprache in Verhandlungen; Keith Johnstone, «Improvisation und Theater»